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Interview

„Nachgefragt“- Interview mit Linda Haitsch (32), Berufskraftfahrerin bei Universal Transport

Frau Haitsch, was hat Sie dazu bewogen, Berufskraftfahrerin zu werden?

Daran ist sozusagen mein Vater schuld, der ebenfalls Kraftfahrer ist. Er hat mich schon als Kind auf Fahrten mitgenommen, wann immer es ging. Daraus ist irgendwann meine Liebe für Lkw und diesen Beruf erwachsen. Natürlich hat sich das Berufsbild seither stark gewandelt. Nicht nur die gesetzlichen Rahmenbedingungen haben sich verändert, auch der Verkehr hat immens zugenommen. Trotzdem ist noch immer noch eine gewisse Freiheit mit diesem Job verbunden. Denn ich komme viel herum, lerne neue Leute kennen und sehe nicht jeden Tag den gleichen Baum. Das ist für mich das Schöne an diesem Job.

Sie sind ja nicht nur Berufskraftfahrerin, sondern transportieren richtig große und schwere Ladungen. Haben Sie als Frau in diesem Bereich mit Vorurteilen zu kämpfen?

Es kommt durchaus vor, dass gerade ältere Kollegen meinen, eine Frau sei für diesen Beruf zu schwach. Vielleicht haben sie nur Angst um ihre Männerdomäne. Inzwischen kann ich jedenfalls gut über solche Kommentare hinweggehen. Schließlich beweise ich tagtäglich, dass ich diesen Job auch als Frau sehr gut bewältigen kann – und zwar ohne ständige Hilfe von männlichen Kollegen. Damit verdiene ich mir immer wieder auch den Respekt bei jenen, die zunächst skeptisch sind. 95 Prozent aller Menschen, die ich treffe, sind zunächst überrascht, wenn ich aus der Sattelzugmaschine aussteige. Aber sie nehmen es dann sehr positiv.

Kraftfahrer werden aktuell händeringend gesucht, dennoch gibt es kaum Frauen in dem Beruf. Würden Sie jungen Frauen dazu raten, eine Ausbildung zur Berufskraftfahrerin zu machen?

Ja, auf jeden Fall – mit einer Einschränkung: Diesen Beruf kann man auf Dauer nur ausüben, wenn man auch wirklich dahintersteht. Man muss beispielsweise bereit sein, Einschränkungen im Privatleben hinzunehmen, denn als Berufskraftfahrer arbeitet man nicht Montag bis Freitag von „Nine to Five“. Außerdem braucht man ein dickes Fell, allein des Straßenverkehrs wegen. Es ist also kein einfacher Job – aber es ist ein besonderer! Ich bereue es nicht.

Und zuletzt noch: Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Arbeit bei Universal Transport?

Wir sind hier wie eine große Familie – ich habe also ganz viele große Brüder, Papas und Opas. Egal, wer gerade da ist: Man ist immer willkommen. Dieser „Familienzusammenhalt“ ist etwas ganz Besonderes bei Universal Transport. Das habe ich zuvor schon ganz anders erlebt. Hier bin ich keine Nummer, sondern habe einen Namen.