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Juli 2017 – Nachgefragt

Herr Kolodziej, Sie sind bei Universal Transport für den Bereich IT verantwortlich. Erzählen Sie uns doch bitte etwas über Ihren bisherigen Werdegang.

Ich habe ein Studium zum Wirtschaftsinformatiker im polnischen Katowice und in Paderborn absolviert. Zunächst war ich als EDV-Leiter bei einem großen Paketdienstleister und anschließend bei einem Software-Unternehmen im Bereich Entwicklung und internationales Projektmanagement tätig. Im Jahr 2004 habe ich ein „Mobiles Büro“ mitentwickelt, das mit einem Innovationspreis auf der Cebit ausgezeichnet wurde.

Vor genau 10 Jahren (Anm. d. R.: Juni 2007) hat es mich in die Transport- und Logistikbranche zu Universal Transport zurückgezogen. Ich wollte nicht länger Software entwickeln, um diese zu verkaufen, sondern aktiv zur Effizienzsteigerung eines Unternehmens beitragen und Prozesse mitgestalten. Zunächst war ich als IT-Koordinator für die Vernetzung unserer Niederlassungen verantwortlich, mittlerweile bin ich der Leiter unserer IT-Abteilung. Meine Mitarbeiter und ich sind ganz klassisch für die IT und die Unterstützung des gesamten Teams bei Fragen rund um Technik zuständig. Zudem haben wir mit „heavyNet“ eine eigene Software entwickelt.

 

Was hat es mit „heavyNet“ auf sich?

Die Software, die unser Team aus Programmierern entwickelt hat, kommt an all unseren Standorten, in allen Bereichen und Abteilungen zum Einsatz und soll die tägliche Arbeit vereinfachen und synchronisieren. Wir haben ganz klein mit einer Adressdatenbank und der Disposition angefangen und weiten die Software auf immer weitere Bereiche aus. Dabei ist das Feedback der anwendenden Personen bezüglich der praktischen Anwendung der Software sehr wichtig. Diese Rückmeldungen berücksichtigen wir bei der Weiterentwicklung und den fast monatlichen Updates von „heavyNet“.

Die Einbindung der Mitarbeiter ist auch für die Akzeptanz des neuen Systems förderlich. Wenn sie die vergangenen 20 Jahre mit einem anderen System gearbeitet haben, das ebenfalls praktikabel war, erschließt sich auf den ersten Blick nicht immer gleich der Sinn einer Umstellung. Daher setzen wir verstärkt auf Präsentationen und Schulungen – auch in Form von Webinaren, die sich ohne großen Aufwand in die tägliche Arbeit integrieren lassen. Das ist vor allem auch wichtig bei der Integration neuer Niederlassungen und Unternehmen.

 

Wie dürfen wir uns die praktischen Vorteile von „heavyNet“ vorstellen?

Die Software erleichtert nicht nur unsere interne Arbeit sondern auch die Kommunikation mit unseren Kunden. Diese können beispielweise online verfolgen, wo sich ihre Ware gerade befindet. Das ist speziell bei internationalen Transporten und langen Wegstrecken interessant. Dazu muss der Kunde lediglich auf unserer Internetseite seine Referenznummer eingeben und erhält den aktuellen Standort seiner Güter sowie alle relevanten Informationen zum Transport.

Für die Fahrer selbst haben wir eine App für Mobiltelefone und Tablets entwickelt. Diese ermöglicht die Kommunikation mit den Disponenten, stellt übersichtlich alle Informationen zum Auftrag sowie die Genehmigungen dar und beinhaltet sogar ein Tool zur Navigation. Darüber hinaus werden Daten zu Ruhe- und Lenkzeiten dokumentiert.

Zusammengefasst handelt es sich bei „heavyNet“ um eine sehr innovative Software, die in dieser Form bislang wohl einzigartig ist. Natürlich sind mit der Entwicklung und Einführung Kosten verbunden, aber mittel- und langfristig sind große Effizienzsteigerungen und damit auch Kostenreduktionen, die wir auch an den Kunden weitergeben können, verbunden.